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Begeisterte Teilnehmer/innen beim ee.lehrgang in Salzburg

Engagierte Teilnehmer/innen

„Barrieren gibt es vor allem in den Köpfen der Menschen, dort müssen sie zuerst überwunden werden“, betont Walter Edlinger, Rechnungsführer in der Verwaltung der AGES GmbH, Institut für Lebensmitteluntersuchung Salzburg. Er ist einer der engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem Expert/innenlehrgang, der kürzlich beim AMD Salzburg stattgefunden hat.

Impressionen vom easy entrance Lehrgang in Salzburg 2006

Zugängliche Arbeitswelt

Arbeitsplätze nutzbar und barrierefrei zugänglich zu machen - sowohl für ältere Menschen als auch für Personen mit Behinderung. Dazu trafen kürzlich eine Reihe von Vertreter/innen verschiedener Betriebe und sozialer Einrichtungen, u.a. Führungskräfte, Personalverantwortliche, Betriebsräte, Präventivfachkräfte und andere Interessierte aus Salzburg und auch anderen Teilen Österreichs zur ee.expert/innenlehrgang zusammen. Im dreitägigen Seminar lernten die Teilnehmenden Rahmenbedingungen für ihren Betrieb kennen, die Menschen mit Behinderung oder älteren Arbeitnehmenden ermöglichen, ihre Fähigkeiten für eine erfolgreiche Arbeitsbewältigung einzubringen.

Spannender Mehrwert

Barrieren befinden sich auch in Gebäuden oder im öffentlichen Raum, zB ein Laternenmast mitten auf dem Gehsteig. „Beim Neubau unseres Bürogebäudes vor über 10 Jahren kostete es enorme Anstrengung, etwa eine Rollstuhlrampe durchzusetzen“, berichtet Walter Edlinger. „Damals waren die gesetzlichen Vorschriften noch anders, mit dem Verweis auf erhöhte Kosten wurden viele nützliche Ideen zur Barrierefreiheit abgeschmettert.“ Die Rollstuhlrampe setzte er schließlich mit dem Verweis auf möglicherweise schwere Lasten, die zu transportieren sind, durch. „Ich bin überzeugt davon, wenn eine öffentliche Stelle etwas neu baut, muss der Zugang behindertengerecht sein“, so Edlinger, der sich für die Inhalte des ee.lehrganges sowohl beruflich als auch privat interessiert. „Die vielen Beispiele aus der Praxis sind sehr spannend, denn die Grundlagen werden nicht nur theoretisch vermittelt. Für mich haben die drei Tage einen absoluten Mehrwert für das Leben im Allgemeinen. Ich hoffe, dass ich viel von dem Wissen als Multiplikator hinaus tragen kann“, schließt er begeistert.

Praxinah Barrierefreiheit erlernen

Praxisnah und mit erlebnis- und erfahrungsorientierten Methoden wurden beim ee.lehrgang Themen der Zugänglichkeit und Barrierefreiheit erarbeitet. Mit Sensibilisierungsübungen, beispielsweise einhändig ein Osterei schälen, mit Rollstuhl die Umgebung erkunden oder auf einem instabilen Balancierbrett das Gleichgewicht zu halten, hatten die Teilnehmenden Gelegenheit selbst zu erfahren, „dass es gar nicht so einfach ist, Neues auf Anhieb zu beherrschen oder sich mit ungewohnten Situationen oder nicht geeigneten Umwelten zurechtzufinden“, so Trainerin Mag.a Klaudia Spendier von „atempo“ in Graz. Etwas, womit Menschen mit Behinderung nahezu täglich konfrontiert werden.

"Wir hätten noch tagelang weiter arbeiten können..."

Susanne Schinagl, Geschäftsführerin, Zentrum für Generationen & Barrierefreiheit in Salzburg, beschäftigt sich tagtäglich mit dem Thema. Sie schätzt am ee.lehrgang insbesondere die Vernetzung mit anderen Organisationen, der Austausch und die Verknüpfung von bereits vorhandenen Leistungen. „Wir müssen ja nicht ständig das Rad neu erfinden. Wenn wir sehen, dieses Angebot gibt es von jener Institution bereits, erspart uns das viel Energie“, erklärt sie und lobt die intensive Arbeit in der engagierten und harmonischen Gruppe. „Bei dieser Vielfalt an Inhalten hätten wir noch tagelang weiter arbeiten können“, fasst sie die mehrheitliche Meinung der Lehrgangsteilnehmenden abschließend zusammen.

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